Archiv des Autors: Dejan Borovnica

Das Ende der Verschwörungstheoretiker

DownloadDiejenigen, die einst 9/11 für einen Inside-Job hielten und immer noch halten, die den USA oder wem auch immer die Fähigkeit und Skrupellosigkeit ein derart riesiges und kompliziertes Unterfangen durchzuführen zumuteten, wofür es auch genügend Beweise gibt – für den, der sehen will – sind heute bis auf wenige Ausnahmen unerklärlicherweise mehrheits- und medienkonform geworden, als wären den Teufeln von gestern Engelsflügel gewachsen.

In diesem Sinne keinen Vorwurf an jene, deren Glaube an Amerika und seine Verbündeten als Heilsbringer und Friedensstifter unserer Welt nach all den Desastern der letzten Jahrzehnte unerschütterlich geblieben ist. Was ist aber mit all den vermeintlichen Verschwörungstheoretikern geschehen, die inzwischen jede Nachricht über den gegenwärtigen Terror eins zu eins übernehmen und aufgehört haben, Fragen zu stellen? Sind die Initiatoren des 9/11 inzwischen nun selber Opfer geworden oder hat ihr Gang über 3000 Leichen sie vom Skrupel aufgesucht und beseelt, so dass sie den Anblick von Blut nicht mehr ertragen können? Oder ist es unmöglich im Gegensatz zum hollywoodreifen 11. September derartige Taten in Szene zu setzen und dazu noch in dieser Frequenz?

Ist schon klar, es gibt Psychopathen und Verrückte, deren vernebelter Geist sie zu solchen Taten verleiten mag. Aber es wäre doch mal interessant, nur einen jener Psychopathen zu Gesicht zu bekommen, und zwar nach der Tat, und mal hören, was er so zu sagen hat. Wäre auch eventuell für die Sicherheitsbehörden von Interesse, um mögliche Komplizen oder Nachahmer zu ergreifen. So wie sie damals den meistgesuchten Terroristen Bin Laden, der alleine und unbewaffnet in seinem Zimmer saß, töten mussten, um in ihn dann völlig unüblicherweise in der weiten See zu bestatten bzw. versenken, gelingt es den sogenannten Spezialeinheiten mit all ihren Scharfschützen nicht, einen dieser Täter lediglich außer Gefecht zu setzen ohne ihn zu töten. Und wenn sie einen lebend bekommen, danach keine Spur mehr von ihm geschweige denn eine öffentliche Gerichtsverhandlung. Mit einem lebendigen Bin Laden hätten sie die Möglichkeit gehabt, den Feind, den sie so sehr fürchteten, und seine angeblich weltumspannende Organisation zu verstehen und zu erfassen und ihn gar mit ihrem großen Führer zu erpressen. Aber sie mussten ihn ja erschießen, weil diese Helden Angst hatten, dass Bin Laden sie mit seinen bloßen Zähnen auffrisst oder wie ein wildes Tier durchs Fenster springt und entkommt.

Keine Sorge, keine Verschwörungstheorien, aber Fragen. Und derjenige, der aufgehört hat zuhinterfragen, hat offensichtlich eigenhändig seinen off-button gedrückt und die Fernbedienung weitergereicht. Und weil dem so ist, muss man sich auch nicht allzu viel Mühe geben, um uns zu täuschen. Lassen wir mal die ganzen Analysen was und wem letztlich etwas nützt, davon sind wir schon viel zu weit entfernt. Aber wir lassen uns tatsächlich erzählen, dass man angefangen mit den Trümmern des World Trade Centers ständig die Personalien der aufgelösten, verbrannten oder explodierten Terroristen findet? Wie weit kann man geistig noch verkümmern? Ich bestreite nicht, dass es echten Terror gibt, aber ebensowenig die Tatsache, dass Terror oft ein Mittel von Regierungen und anderen Machenschaften ist und war, um die Politik und das Volk in die gewünschte Richtung zu lenken. Und die Angst war immer schon ein verlässliches Mittel für die Massen (siehe dazu Vorträge von Prof. Daniele Ganser über Gladio, Nato und 9/11).

Abschließend möchte ich, auf die Gefahr hin, dass manche Leser mich mit zweifelhaften Individuen oder Gruppen in Verbindung bringen, ein Beispiel für die Machenschaften der Medien und Mächtigen erwähnen: Im Zuge der angeblichen Suche und Inhaftierung jenes Abdul Salam, dem Täter von Paris, haben einige Medien darunter auch Tagesschau und Spiegel TV berichtet, dass sie an Stelle von Abdul Salam eines seiner Komplizen in Paris aufgespürt und (natürlich) getötet hätten. Sie erwähnten ihn mit vollem Namen (möchte ich in seinem Interesse nicht nennen) und zeigten sogar sein Bild. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man nicht anders als lachen, denn diese Person saß in seinem Wohnzimmer und sah die Nachricht über seine angebliche Liquidierung im Fernesehen zu. Und ich kenne diesen Menschen schon seit langer Zeit und bestätige, ob man mir es glaubt oder nicht, dass er nicht im Geringsten und Entferntesten etwas mit Terror oder dergleichen zu tun hat. Möglicherweise hat man ihn einfach willkürlich aus einer Liste bekannter Muslime gewählt, die irgendeinen Bezug zum Krieg in Syrien haben, zumal er eine humanitäre Organisation leitet, die sich unter anderem für die Menschen dort einsetzt. Und das reicht scheinbar heute schon, um auf eine schwarze Liste zu kommen. Und dieses Beispiel der Verleumdung ist bestätigend für einige andere, die im Zuge des Terrors bekannt geworden sind, and an all jene gerichtet, die noch Zweifel haben, dass wir belogen und manipuliert werden.

Wie sagte jemand so treffend: ein bisschen Schwanger gibt’s nicht…wenn jemand aus moralischer Niedertracht und reinem Machtinteresse bereit war, andere zu opfern und zu töten, ist er es heute nach wie vor im gleiche Maße, wobei seine Mittel der Manipulation zur Vollendung seiner Ziele inzwischen grenzenlos erscheinen und unsere Leichtgläubigkeit ebenso.

 

 


Türkei – Das rote Tuch Europas

imagesGlaubt man den westlichen Medien, versinkt die Türkei in diesen Tagen nach dem gescheiterten Putschversuch  im Chaos – Terror und Angst statt Erleichterung und Ordnung macht sich breit, islamistische Mobs und fanatische Erdogan-Anhänger ziehen durch die Straßen türkischer Großstädte, ausländische Investoren, Geschäftsleute und Besucher wollen möglichst schnell das Land verlassen, tausende Individuen werden willkürlich verhaftet und Menschenrechte werden mit Füßen getreten, Erdogan wütet mehr als je zuvor…

Sorge vor der Ungewissheit hat unendlicher Dankbarkeit Platz gemacht, diese historischen Tage vor Ort miterleben zu dürfen und noch mehr einmal mehr die handfeste Bestätigung dafür erhalten zu haben, dass westliche Medien schlicht und ergreifend lügen und polarisieren. Mir ist durchaus bewusst, dass sich die meisten Menschen von solchen Aussagen inzwischen distanzieren und bisweilen angewidert sind, weil diese Sätze und ähnliche scheinbar nur noch aus gewissen Lagern kommen und jedem Kritiker der Medien, die übrigens immer noch in den Händen von Springer und Bertelsmann sind, den Wind aus den Segeln nehmen. Derjenige jedoch, der sich diesem Spiel zwischen Links und Rechts nicht hingibt und das Spiel durchschaut, weiß das Schmutz nicht sauberer wird in der alleinigen Präsenz von noch übleren Schmutz. Aber jeder der aufhört zu denken und zu hinterfragen tut dies in erster Linie zu seinem eigenen Schaden und in zweiter macht er sich zum Komplizen einer Gesellschaft, die sich einer Knetmasse gleich formen lässt wie es den Mächtigen passt und gefällt, die im Gegenzug jedoch ihre Ziele niemals zum Nutzen des kleinen Mannes aufgeben würden sei das Leid noch so groß.

Es ist schwer in diesen Tagen an diesen mächtigen Medienriesen vorbeizukommen und das Interesse der Menschen zu erlangen, zumal viele die sich stets weigerten, auf einen der beiden Züge aufzuspringen und versucht haben neutral zu blieben um den Preis, kaum vorwärts zu kommen, aus diesem Grund es auch aufgegeben haben weiter zu schreiben und sich für die Wahrheit einzusetzen, die trotzdem existiert, auch wenn gerne gefloskelt wird, dass es immer mehrere Wahrheiten gibt, sowie das rein Böse niemals existiert. Eine Lüge!

Auch mir ist mit der Zeit die Motivation abhanden gekommen, zu schreiben, weil man erkennt, dass sich die einstige Vielfalt öffentlicher Meinung mehr und mehr zu einer zähen Masse verschmelzt, die keine Facetten mehr erlaubt, aber manchmal kann man nicht anders als es einfach herauszuschreien, einer großen Ungerechtigkeit geschuldet. Und das, was die westliche Welt über die Türkei von sich gibt, ließ es nicht zu, diesmal stumm zu bleiben.

In der westlichen Welt ist es das Volk, das auf die Straße geht, in der anderen ist es der Mob und Fanatiker, die die Straßen überfluten und Angst und Schrecken verbreiten, wie viele Medien die Lage in der Türkei während und nach dem Putschversuch beschrieben haben. Und ich möchte als Augenzeuge jedem mitteilen, dass dies eine große und unverschämte Lüge ist und damit ein ganzes Volk verleumdet wird, deren Mut und Entschlossen in der Welt eigentlich seinesgleichen sucht, denn das was sich in jener Nacht abgespielt hat, ist ein Lehrbuchbeispiel an friedlichem bürgerlichen Widerstand, mit dem in dieser Art in der Tat die wenigsten gerechnet haben. Die Menschen jeder coloeur und Nationalität sind geschlossen und nicht einmal mit Steinen bewaffnet auf die Strassen gegangen, um sich mit nackter Brust den schwerbewaffneten Soldaten und Panzern entgegenzustellen, die nicht gezögert haben Gewalt anzuwenden am Ende jedoch einsehen mussten, dass der Wille und Entschlossenheit des Volkes doch größer als ihre eigene war und sich somit Stück für Stück, Meter um Meter zurückgezogen haben. Und es waren keine Fanatiker oder Islamisten, die ihr Land und ihren Präsidenten in erster Linie verteidigten, wie es die Medien beschrieben, sondern Menschen aus der breiten Gesellschaftsschicht. Ich bezeuge, dass sogar ganze Familien auf die Strasse gegangen sind, um den Soldaten zu demonstrieren, dass dieser Putschversuch nur friedlich zu Ende gehen darf.

In jener Nacht gab es hier für uns in Istanbul keinen Schlaf und wir verfolgten die Ereignisse sowohl im türkischen als auch im deutschem Fernsehen live. Und wir waren derart geschockt und wütend zugleich feststellen zu müssen, wie unterschiedlich beide Seiten berichtet haben. Es gab verschiedene Besatzungspunkte der Putschisten in Istanbul, zwischen denen die Liveübertragung gewechselt hat, unter denen auch der Flughafen gehörte, doch ab dem Zeitpunkt als die Menschen dem Aufruf ihres Präsidenten, auf die Strasse zu gehen, befolgten und sie im wahrsten Sinne des Wortes überfluteten, änderten die deutschen Medien ihren Fokus. Mit keinem Bild zeigten sie, wie die Bürger motorisiert und zu Fuß die Stadt in dieser Nacht zum erleben erweckten und wie immer mehr Menschen zum und in den Flughafen strömten, um sich den Panzern entgegenzustellen. Kein einziges Bild haben sie davon  gezeigt, zumal doch hier etwas Unglaubliches und Einzigartiges passierte. Und ich bezeuge, dass jener deutsche Sender, der nonstop in dieser Nacht Bericht erstattet hat, ab dem Zeitpunkt als der türkische Präsident auf dem Flughafen gelandet ist, ihre Liveübertragung kurzerhand unterbrochen hat und irgendein altes Interview mit Karl Lagerfeld sendete, was schon hinsichtlich der Wichtigkeit der Ereignisse ungeheuerlich und unerklärbar war, zumindest für diejenigen, die die Welt der Lenker und Walter nicht erfasst haben.

Seit dieser – in der Tat – glorreichen Nacht ist das ganze Land in einer Volksfeststimmung, die man mit jedem Schritt und Tritt hier erlebt. Umso absurder und lächerlicher ist das was man in deutschen Medien liest, die von Mobs und Fanatikern in den Strassen schreiben, vom Terror und Angst der sich in der Türkei ausbreitet. Ich kann nur bezeugen, dass sich das Volk in jeder Hinsicht vorbildlich während und nach dem Putschversuch verhalten hat. Kein Laden wurde beraubt, keine Frau belästigt (wie sie immer behaupten dass dies ein bekanntes Problem der islamischen Länder ist), kein Soldat gelyncht, keine Selbstjustiz geduldet.

Natürlich werden Menschen verhaftet. Was haben sie erwartet? Was würde Deutschland machen, wenn Teile der Armee Straßensperren errichtet, Flughäfen besetzt, Fernesehsender eingenommen und das Volk mit Panzern und Düsenjets eingeschüchtert hätten, um die vom Volk gewählte Regierung zu stürzen und sie durch das Militär zu ersetzen? Keiner würde sich beschweren oder wundern wenn der Ausnahmezustand ausgerufen worden wäre und Panzer und Soldaten landesweit präsent wären und natürlich die Regierung auf der Suche nach Komplizen wäre. Alles andere wäre der Lage und der weiteren Gefahr nicht angemessen.

„Tod der Demokratie“ schreibt der Spiegel, weil Erdogan bzw. die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen hat. Warum wurde sie nicht in Frankreich zu Grabe getragen, wo der Ausnahmezustand schon lange über die eigentlich verfassungsrechtliche Frist hinaus herrscht? Menschen sind umgekommen aber im Gegensatz zur Türkei war die Regierung zu keiner Zeit gefährdet. Die Türkei leidet seit einiger Zeit nicht unter minder wenigen Terrorangriffen wobei dieses Land im Visier verschiedenster Feinde ist und mehr Menschen umgekommen sind als in irgendeinem anderen Land Europas. Ich frage mich dann, was muss denn erst passieren, um der Türkei das Recht zu gewähren, den Ausnahmezustand auszurufen? In Brüssel und London sah ich schon Militärfahrzeuge und schwerbewaffnete Soldaten in den Strassen und vor öffentlichen Gebäuden nach Terroranschlägen, und Panzer wären mit Sicherheit gerollt, wenn die Regierung zu irgendeinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen wäre. In Istanbul sah ich weder Panzer noch patrouillierende Soldaten nach dem Putschversuch, stattdessen Volks- und Familienfeste landesweit. Das Volk ist nur glücklich, dass das Übel vor allem auf diese Art und Weise abgewendet wurde, und feiert sich selbst seit Tagen mit jedem Recht und auch ihre Regierung, die sie mit gewaltiger Mehrheit gewählt haben und wie ein Mann unterstützen. Weder herrscht Angst noch Schrecken unter den Bürgern wie die Medien nicht müdewerdend immer wieder erklären, wenn dann allein bei denen, die diesen Putsch geplant und durchgeführt haben und das mit Recht liebe Journalisten, auch wenn viele sich einen anderen Ausgang gewünscht hätten.

Es ist kein Geheimnis, dass Rothschild, Rockefeller und Co. nach dem Untergang des Osmanischen Reiches Unsummen in das in jeder Hinsicht so strategisch wichtige Land „investiert“ haben und nun zusehen müssen, wie die Löcher im Boden des Fasses immer durchlässiger werden und die jahrhundertlange Mühe sich möglicherweise am Ende nicht auszahlen wird. Weil sie politisch und wirtschaftlich ihren Zugriff auf die Türkei verloren haben, bieten sie alle anderen Mittel auf, um das Land zu destabilisieren. Dazu gehört sicherlich die gesteuerte Verunglimpfung Erdogans, auf die die Massen im Westen leider hereingefallen sind. Derart viel Hass und Wut habe ich bislang auf keinen anderen Politiker erleben können. Wie viele Länder hat er besetzt? Wie viele Menschen hat er auf seinem Gewissen? Was hat er ihnen bloß angetan? Wie es aussieht, war sein größtes Verbrechen nicht zulassen zu wollen, auf die unwürdigste Art öffentlich und vor aller Welt beschimpft und beleidigt zu werden. Danach gab es keine Halten mehr. Alles geht und ist erlaubt solange es um den Despoten vom Bosporus geht.

Bush, Blair und Konsorten haben die Menschen belogen und betrogen, sie in Kriege geführt, die sie nicht wollten, ihre Söhne dafür hergegeben, Länder zerbombt, hunderttausende Menschen auf dem Gewissen, aber eine kollektive Empörung auf diesem Niveau und ein derartigen Hass, den sie nun Erdogan entgegenschreien habe ich damals wie heute nicht annährend gegen irgend einen jener Kriegsverbrecher gesehen oder gehört.

Der sich so auf Gerechtigkeit berufende Bundestag hat den Mut aufgebracht, die Türkei offiziell des Genozids an den Armeniern zu beschuldigen, aber haben sie die 600000 Toten des Irakkrieges einfach übersehen? Oder ist es vielmehr die Loyalität des christlichen Abendlandes, die sie dazu gehindert hat, eine Resolution gegen den Genozid „vor der Nase“ zu verabschieden? Dies ist alles eine offensichtliche Heuchelei, doch schlimmer ist die Tatsache, dass viele Menschen nicht mehr in der Lage sind, dies als jene zu erkennen oder nicht wollen, weil sie scheinbar jemanden gefunden haben, auf den sie ihren ganzen Zorn und Unmut abladen können.

Ich befürchte, dass dieser Zug nicht langsamer geschweige denn zu stoppen sein wird, denn dazu wurde er zu sehr befeuert und wird er noch durch immer neue Anschuldigungen und vermeintliche Ausfälle Erdogans. Dazu kommen inzwischen fast tägliche Meldungen über islamistische Anschläge, die übrigens auch keiner Aufklärung mehr bedürfen, weil die Terroristen es nicht versäumen, bei jedem Attentat ihre Personalien brav zu hinterlassen. Und heute muss der einfache Mann nicht lange rumrechnen, um am Ende festzustellen, dass die Schnittmenge zwischen Terror und Türkei der Islam ist. Und rechnet er weiter, dann kommt er zu folgendem Ergebnis: Bleibt Erdogan wächst die Türkei. Wächst die Türkei wächst der Islam. Und wächst der Islam wächst der Terror. So versteht es der einfache Mann bzw. so lässt man ihn es verstehen. Derjenige der steuert und manipuliert weiß es besser: wächst die Türkei und der Islam in der dieser Region wächst der Widertstand auf dem Weg zur vollendeten Kontrolle des Nahen Osten und seiner Rohstoffe und somit zur absoluten Dominanz. Und derjenige, der die Geschichte kennt, weiß: der Terror war nie ein Teil des Islam und ist es auch heute nicht. Es ist ein Mittel zu manipulieren und die Massen zu lenken, daher sollte man sich immer fragen, wem er eigentlich nützt.

Der Westen tut gut daran, erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren indem er seine Kontrollstaaten wieder in Rechtsstaaten umwandelt, seinen Weg der internationalen Konfliktlösungen überdenkt und seine Arroganz gegenüber anderen Kulturen und Ansichten bekämpft, bevor er andere Länder angreift und verurteilt und sie einfach zu Diktaturen erklärt, weil sie nicht seinem System folgen und ihren eigenen Weg gehen.


Gefangen in der Freiheit

Fsa2010-martin-img_5109Es war einmal ein einfacher Mann. Er kämpfte für seine Freiheit bis er fiel. Ja liebe Freunde, es gab tatsächlich Menschen, die bereit waren, für bestimmte Werte sogar ihr Leben zu lassen. Der ganz Schlaue von heute würde aber prompt dagegen einwenden, was es ihm genützt hätte, wenn er am Ende ohnehin den Tod fände – und ich könnte darauf wetten, dass auch er unter jenen war, die überwältigt und beeindruckt von der Geschichte und der Persönlichkeit eines William Wallace, Gandhis oder eines Malcom X im Kinosaal den Tränen nahe waren. Jene Menschen waren schlicht und ergreifend aus einem anderen Holz geschnitzt als wir es heute sind. Sie zogen den Tod in Freiheit einem Leben in Knechtschaft vor.

Natürlich soll es kein Aufruf dazu sein, ein Pferd zu besteigen und mit gezogenem Schwert dem Unterdrücker entgegenzureiten. Hier geht es um die zwei Schritte vorher. Die Erkenntnis, dass man überhaupt seiner Freiheit beraubt wurde, und wenn der erste Schritt getan ist, wenigsten den ständigen Willen in sich zu tragen, dagegen in irgendeiner Weise anzugehen, statt zu resignieren. Es geht also um das Verständnis von Freiheit und seiner Wertigkeit, die der Mensch sich heute Stück für Stück ohne zu mucken nehmen lässt, während andere sogar bereit waren dafür zu sterben, weil eben jene Freiheit mitunter ihr Menschsein ausmachte und sich nicht auf weltliche Errungenschaften beschränkte.

Auch wir heute, bestehen auf die Freiheit und setzten uns für sie ein und auch nicht selten mehr oder minder für die Freiheit anderer rund um den Globus, jedoch wird dieses wertvolle Gut mehrheitlich falsch bewertet. Denn sie ist viel mehr als nicht hinter Gittern oder an Ketten zu sein. Die Definition der Freiheit der Menschen in der sogenannten freien westlichen Welt, orientiert sich inzwischen nur noch an der Unfreiheit anderer Nation. Wir dürfen sagen, was wir wollen, konsumieren wie wir wollen, demonstrieren, wann wir wollen und reisen, wohin wir wollen. Indem man seinen Antlitz stets nach unten wendet, wird der Blick nach oben ins Licht mit jedem Mal schmerzhafter und getrübter. Die Gründungsväter Deutschlands definierten einst Freiheit mit nichts weniger als mit dem höchsten Anspruch, den sie sich selber setzten konnten, nämlich dass die Würde des Menschen unantastbar sei, was als Artikel 1 des deutschen Grundgesetztes eigentlich jedem bekannt sein müsste.

Denkst du nun, dass du auf dieser Grundlage frei bist? Wenn sich jedoch die Ansicht über die Würde eines Menschen im Laufe der Zeit nun auch verändert haben sollte, dann mag das mit Leichtigkeit zutreffen andernfalls lautet meine Antwort: nein. Wenn die herrschende Obrigkeit sich das Recht genommen hat, dich abzuhören, deine emails zu lesen, in deine vier Wände zu spähen, über dein Bankkonto zu verfügen, deine persönlichen Daten als Ware zu handeln, auf Verdacht deinen Pass einzubehalten, dich ohne Beweise einer Straftat wegzusperren. Wenn sich der Staat über deine Interessen als Teil des Volkes völlig hinweggesetzt hat und nicht einmal zuhört, wenn du gezwungen bist genmanipulierte Nahrung zu essen, wenn in deinem Namen Krieg geführt wird, wenn du mit dem Segen des Staates medial manipuliert werden darfst, wenn du ohne Steuernummer nicht existent bist, wenn du widerwillig deine Fingerabdrücke hinterlassen musst, wenn die Obrigkeit immer weiß, wo du dich aufhältst, wen du kennst, was du isst und welche Unterwäsche du trägst, wenn deine sämtlichen Daten gespeichert und auf hundert Jahre aufbewahrt werden, wenn ein bestimmtes Wort am Telefon dich zum potenziellen Terroristen macht, wenn du gezwungen bist, durch Nacktscanner zu gehen, dann ist es durchaus Zeit langsam einzusehen, dass deine Würde schon lange angetastet wurde bzw. du deiner Freiheit ein großes Stück weit beraubt wurdest.

Aber bei uns gilt die Meinungsfreiheit, ach ja stets das stärkste Argument die vorhandene Freiheit im Westen zu belegen. Diese Meinungsfreiheit ist nur eine Illusion, von den Mächtigen dem gemeinen Volk gewidmet, um ihnen ein Gefühl von Macht und Freiheit zu verleihen, denn dieses Werkzeug ist im Hinsicht auf die herrschende Klasse wirkungslos, da sie keine Kraft hat, die Obrigkeit in ihrem Handeln in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Der Narrenfreiheit gleich, nur im Dienste der Unterhaltung und Belustigung, solange die Worte aus dem Mund des Narren kommen, aber wehe der Ritter des Königs spräche die selben Worte, wären seine Tage als Edelmann gezählt. So wie es heute einem Köhler,Wulff und vielen anderen ergangen ist.

Aber du möchtest mit deinen Worten auch verändern, würde man mir entgegnen. Worte ändern unsere Umstände nicht, wir können uns nur gegenseitig erinnern und aufrütteln. Wie der Einzelne nun mit seinem Wissen schließlich handelt, steht auf einem anderen Blatt. Die Wahrheit ist, und das sollte sich jeder eingestehen, dass wir nicht frei sind, und das diese vermeintliche Demokratie immer mehr zu einem Kontroll- und Polizeistaat mutiert, ob wir nun debattieren, diskutieren, kritisieren, uns mit Plakaten bewaffnen und lauthals unseren Unmut herausschreien, völlig gleichgültig. Es wird das passieren, was die wollen und nicht das, was wir wollen und verweise hiermit auf die Worte Roosevelts: „In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass es so geplant war.“


Geistige Brandstifter

messer-in-der-handIch hasse Nazis. Aber ich hasse immer noch Bild, Spiegel und wie sie alle heißen, egal wie heftig sie gegen die jüngsten Ausschweifungen von Fremdenfeindlichkeit schreiben. Werde auch nie ein Freund von Merkel, de Maizière und Konsorten sein, die keine Gelegenheit auslassen ihre vermeintlich Philanthropie zur Schau zu stellen. Und noch mehr hasse ich diese Heuchelei.

Die Nazis von heute sind nicht die Nazis von gestern. Sie sind weniger Nationalisten als vielmehr Verteidiger des gesamten Abendlandes. Sie haben sich den Kampf gegen die Islamisierung des Westens auf die Fahnen geschrieben. Demnach sind sie nicht gegen Flüchtlinge sondern einzig und allein gegen Flüchtlinge fremder Kulturen. Ist denn niemandem aufgefallen, dass die Länder aus denen diese Menschen kommen fast ausschließlich islamisch geprägt sind?  Das was zur Zeit in Deutschland passiert, würde nicht stattfinden wenn es um Vertriebene aus Italien, Schweden oder sogar Holland handeln würde.

Das kollektive Zähnezeigen gegen jene Neorassisten ist wirkungslos, weil inzwischen täglich Asylbewerberheime brennen und man nur noch auf die Nachricht über erste Opfer wartet. Aber verhindern könne wir es offensichtlich nicht. Fletschende Zähne hätte man einige Jahre früher zeigen müssen, aber an einen anderen Adressaten, an die geistigen  Brandstifter: den Medien und der Presse. Allen voran die bereits erwähnten Bild und Spiegel, die vor allem seit dem 11. September 2001 keine Gelegenheit ausgelassen haben, den Islam zu denunzieren und Ängste zu schüren, statt Kulturen und Völker aneinander näher zu bringen. Auch wenn die einen es nicht bemerkt haben, wir haben die Islamophobie am eigenen Leib gespürt und stetig vor den Konsequenzen gewarnt. Brennende Moscheen sind schon lange Alltag in Deutschland, aber für die Titelseite der Bild hat es nicht gelangt! Jetzt sind es Flüchtlingsheime, die brennen, und morgen ihre Bewohner. Und jetzt posaunen die Medien aus allen Rohren gegen jene Nazis, die sie einst ideologisch gefüttert haben. Unerträgliche Heuchelei.

Den Anteil der Politiker an der Gesamtmisere in der Welt entgeht wahrlich nur noch den Blinden und Tauben wenn überhaupt. Daher fehlt mir etwas an Phantasie zu verstehen, wie jemand Bewunderung oder Lob dafür ernten kann, dass offensichtlich Schlechte als schlecht zu bezeichnen und vergessen ist all das, was dazu geführt hat. Jetzt kämpfen manche Köpfe der Prominenz für die Flüchtlinge bzw. vielmehr gegen die Nazis, denn hier hört der Spaß auf, was auch in Ordnung wäre, wenn man die Intoleranz gegenüber der Ungerechtigkeit überall anwenden würde. Wo waren die Zähnezeiger als die deutsche Afghanistanpolitik mit dem selten dummen Satz, dass unsere Demokratie am Hindukusch verteidigt werden muss, gerechtfertigt wurde? Und das Sterben dort geht nahezu unbemerkt und emotionslos weiter. Und letztlich war das der Trigger für alle Konflikte besser gesagt Angriffskriege, die danach folgten. Der Westen hat dem Osten nichts als Blut und Leid gebracht und das Ergebnis kriegen die Menschen hier nun zu spüren.

Und ich bin sehr gespannt, wenn die ersten Flüchtlinge in kleine deutsche Gemeinden angesiedelt und ihre Bewohner mit den äußeren Merkmalen der islamische Kultur oder gar der Forderung nach einer Moschee zum ersten Mal konfrontiert wurden, ob die Toleranzgrenze gegenüber den Flüchtlingen unter der nicht rechtsgesinnten Bevölkerung unverändert bleibt? Dank der geistigen Brandstifter habe ich meine begründeten Zweifel.


Glaube oder Homophobie?

image_previewDer vermeintlich aufgeklärte Mensch macht den Fehler zu glauben, dass es mit dem Fortschritt der Zeit und Wissenschaft keinen moralischen Rückschritt geben kann. Das heißt, alles was heute allgemein akzeptiert und gesellschaftsfähig ist, kann einfach nicht fehlerhaft sein, da die Zeit den Menschen automatisch in seiner moralischen und physischen Entwicklung nach vorne treibt. Es ist schlicht und ergreifend nicht vorstellbar und, wie sie sagen, ein Schritt zurück in die Steinzeit, moralische Grundsätze aus dem letzten Jahrhundert in unser gesellschaftliches Leben zu implementieren. Nein, wir haben die moralischen Höhen erklommen und diejenigen vor uns, befanden sich in den Abgründen der Unwissenheit und Intoleranz. Sie hatten das Wesen des Menschen noch nicht erkannt, um moralische Maßstäbe setzen zu können, doch erst wir heute haben es verstanden, was sich schließlich in unserer so gesunden Gesellschaft widerspiegelt.

Es gab mal eine Zeit, in der sich der Gottgläubige nicht für alles und jedes rechtfertigen musste und falls doch, dann hatte er manchmal sogar die Möglichkeit auf die deutsche Verfassung zurückgreifen zu können, um seine Position zu stärken. Zum Beispiel gab es einst bis zum Jahre 1994 (wohlgemerkt) in Deutschland ein Gesetz, den Paragraphen 175, der gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Und als im Jahre 1980 der damalig amtierende Bundeskanzler Helmut Schmidt, der sicherlich zu einer der herausragenden Persönlichkeiten deutscher Nachkriegsgeschichte zählt, sich der Frage der Abschaffung dieses Paragraphen gegenübergestellt sah, erwiderte er bloß, er sei doch nicht der „Kanzler der Schwulen“ und man müsse doch dafür einen anderen suchen, den man später in Kohl gefunden hat. Heute gelten seine Worte als diskriminierend und eines aufgeklärten Menschen nicht würdig, damals jedoch war er Kanzler, das Oberhaupt einer führenden Industrienation. Hatte er etwa keine Moral und war menschenverachtend? Wollte er die Menschheit zurück ins Mittelalter führen? Nein, seine Moral war angeblich noch nicht ausgereift, doch zum Kanzler hat es offensichtlich noch gereicht. Er hat es einfach noch nicht begriffen, wie viele Politiker auch vor ihm es nicht taten, wie ein Adenauer, Erhard, Scheel, Heinemann oder auch ein Brandt. Sie alle litten unter falschen Moralvorstellungen, wie es die Muslime oder gläubige Christen heute tun.

Nur einige wenige Jahre später im Oktober 2004, wird ein italienischer Minister namens Rocco Buttiglioni, der ins EU-Kabinett einberufen wurde, wegen folgender Aussage im Europaparlament, von den Delegierten, was übrigens zum ersten Mal in der Geschichte der EU geschah, unter vehementen Anschuldigungen abgelehnt und abgewählt. Er sagte: „ Wenn wir Politik machen, verzichten wir nicht auf das Recht moralischer Überzeugungen, und ich mag denken, dass Homosexualität eine Sünde ist, und das hat keinerlei Auswirkung auf die Politik, außer ich würde sagen, dass Homosexualität ein Verbrechen ist. Auf die gleiche Art sind Sie frei zu denken, dass ich in den meisten Bereichen des Lebens ein Sünder bin, und das hat keine Auswirkung auf unsere Beziehungen als Bürger… Wir können eine Gemeinschaft der Bürger aufbauen, selbst wenn wir in manchen moralischen Fragen unterschiedlicher Meinung sind. Der Staat hat kein Recht, seine Nase in diese Dinge zu stecken und niemand darf auf der Basis seiner sexuellen Orientierung oder irgendeiner geschlechtlichen Orientierung diskriminiert werden. Das steht in der Charta der Grundrechte, das steht in der Verfassung und ich habe mich dazu bekannt, diese Verfassung zu verteidigen. „

Was ist mit dem christlichen Abendland geschehen, wenn ein Mensch auf Grund seiner christlichen Auffassung verurteilt und diskriminiert wird und ihm die Fähigkeit abgesprochen wird, eine Führungsposition besetzen zu können? Damit haben sie nichts anderes getan als Gottes Wort und Urteil abgelehnt und ihre eigene Bibel der Lüge bezichtigt. Sie glauben nicht an einen Gott, der die Städte Sodom und Gomorra ihrer Sünde wegen, von der Buttiglioni gesprochen hatte, bestrafte. Sie haben am Ende nicht ihn verurteilt, sondern ihren eigenen Schöpfer, Der ihnen eingibt, was richtig und was falsch ist. Und nicht nur, dass sie Gott verurteilen, an den sie nicht glauben, sondern sie verraten ihre demokratischen Werte an die sie glauben, indem sie einen Menschen wegen seinem Glauben wiederum verurteilen. Scheinbar hat die Religion keinen Platz mehr in der Demokratie, nicht einmal in den Köpfen der Demokraten. Eine Gesellschaft, in der die Verurteilung einer Sünde Konsequenzen nach sicht ziehen kann, dagegen der offene Unglaube und sogar Gott lächerlich zu machen oder zu beschimpfen plötzlich unter freie Meinungsäußerung fällt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie sich noch als gläubig oder gar christlich bezeichnen kann. Ein weiteres Beispiel ist der folgende Bericht, der weder Proteste noch den geringsten Ansatz der Kritik in Richtung des Autors oder des Verlags nach sich zog:

„Man könnte gläubig werden, wenn man den Verlauf des Nahost-Konflikts als Beweis für das Schalten und Walten einer höheren Gewalt nimmt. Immer, wenn es langsam voran geht, passiert etwas, das die Geschichte wieder umdreht – so auch mit Ariel Scharon. Wenn es IHN gibt, dann muss ER ein Zyniker sein.

Ein gemeiner, schadenfroher Strippenzieher, der es genießt, aus sicherer Entfernung die Puppen tanzen zu lassen. Erst erklärt er die Juden zu seinem auserwählten Volk und verspricht ihnen das Gelobte Land, dann lässt er sie 40 Jahre durch die Wüste wandern. Er rührt keinen Finger, als sie aus Palästina vertrieben werden, und schaut fast 2000 Jahre gelassen zu, wie ,sein‘ Volk bei Kreuzzügen, Pogromen und Massakern dezimiert wird. Erst nachdem die ,Endlösung beinah geglückt ist, gibt er den Juden wieder eine Chance und führt sie in ihre historische Heimat zurück. Doch dann überlegt er es sich wieder anders. Wer rastet, der rostet. Er hält sein Volk mit fünf großen und zahllosen kleinen Kriegen in ständiger Bewegung. So wird es ihm nicht langweilig, und auch die Welt kann an einem beispiellosen Spektakel teilnehmen, Partei ergreifen für die eine oder andere Seite, Konferenzen abhalten, Pläne entwerfen und Resolutionen verabschieden… Während die Hamas jubelt, nannte der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kurei Ariel Scharon einen ,Macher‘ und wünschte ihm eine schnelle Genesung, damit er seine Politik fortsetzen kann. Klar ist derzeit nur eines. ER hat sich wieder gemeldet. ICH bin auch noch da! Gegen MEINEN Willen läuft nix!

Schon gut, lieber Gott. Wir haben begriffen. DEIN Wille geschehe. Nur: Könntest DU nicht endlich ein anderes Volk erwählen? Wie wäre es, der Gerechtigkeit halber, mit den Palästinensern? ” [1]

Wenn man nicht wüsste, dass der Autor Gott beschreibt, könnte man annehmen, dass er in seinem Artikel über einen machtbesessenen Wahnsinnigen redet, der einem kleinen, launischen Kind ähnelt und auch so behandelt werden muss. Schande über ihn und eine noch größere über Menschen, die behaupten gläubig zu sein, aber eine derartige Frechheit auf taube Ohren stößt.

Homosexualität ist eine offenbare Sünde, und nicht weil wir das sagen, sondern weil Allah, Der Schöpfer der Himmel und Erde und was dazwischen ist, es so bestimmt hat. Und wir hören und gehorchen, und es steht uns nicht zu, Gottes Worte zu ändern. Jeder also, der mit uns darüber streitet, soll sich bei seinem Schöpfer beschweren und Ihm seine Einwände und Anschuldigungen vorbringen. Nichtsdestotrotz scheuen wir keine Diskussion und sind bereit, dem Fragenden eine mögliche Erklärung zu geben.

Das stärkste Argument seitens der Homosexuellen und ihren Befürwortern liegt in der Behauptung, dass diese Menschen ihren natürlichen Veranlagungen, nämlich sich zum gleichen Geschlecht hingezogen zu fühlen, folgen und sich eben nicht gegen ihre Natur, die Gott ihnen angeblich in die Wiege gelegt hat, wehren können. Ferner wird diesbezüglich oft darauf hingewiesen, dass selbst in der Tierwelt Erscheinungen homosexueller Handlungen beobachtet wurden, und damit das Argument, die gleichgeschlechtliche Beziehung sei gegen die Natur, widerlegt wird.

Indem der Mensch beginnt sich mit einem Tier zu vergleichen läuft er Gefahr, seine Würde zu verlieren und die Zivilisation, auf die er doch so stolz ist, auf eine tierische zu reduzieren. Wenn man anfängt Berechtigungen für jede seiner Handlungen in der Tierwelt zu suchen, stünden wir zweifelsohne vor großen gesellschaftlichen Problemen, denn die Natur des Menschen ist nicht vereinbar mit der Natur des Tieres. Wäre es so, hätten wir eine Gesellschaft, in der die Macht des Stärkeren regiert und nicht die der Vernunft, in der man in aller Öffentlichkeit seine Triebe befriedigen kann und die Moral nicht mehr der Hüter menschlicher Würde wäre, sondern allein der Trieb das Leben der Menschen bestimmen würde, es sei denn, es ist was anderes als der Trieb, das das Tier in seinen Handlungen lenkt. Weder töten wir unsere Kinder, noch schlagen wir uns wegen niederen Gründen gegenseitig die Köpfe ein, noch Leben wir in unserem eigenen Dreck, wenn wir den Anspruch erheben, Menschen zu sein.

Es mag sein, dass es Menschen gibt, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, was ich erst gar nicht versuchen möchte zu widerlegen. Genauso gibt es Individuen, die zur Pädophilie neigen, oder den Drang in sich verspüren, sich vor fremden Menschen ausziehen zu müssen. Auch sie entschuldigen ihre Tat mit inneren Trieben, derer sie nicht Herr werden. Bedeutet das nun, dass man ihre natürliche Veranlagung akzeptieren muss und sie gewähren lassen soll, selbst wenn es der Gesellschaft schaden könnte? Es gibt kein menschliches Wesen, das nicht zur Sünde oder Schlechtem neigt, doch es ist gefordert sich diesen Dingen zu enthalten und seine Triebe zu kontrollieren, um überhaupt ein friedliches und gesundes Zusammenleben zu gewährleisten.

Auch hört man oft das Argument, dass Schwule friedliebende Menschen sind, und man bitte doch beweisen möchte, in wiefern sie einer Gesellschaft schaden. Es kann durchaus sein, dass der eine oder andere die gravierenden Folgen der Homosexualität, abgesehen der Verbreitung von Aids, heute noch nicht erkannt hat, zumal sie erst seit einiger Zeit allgemein und offiziell akzeptiert ist. Und aus diesem Grunde möchte ich mich nicht allzu sehr in Spekulationen verfangen, wie unser zukünftiges Gesellschaftsbild aussehen könnte, in der vielleicht Hochzeiten zwischen gleichgeschlechtlichen Personen und Familiengründungen mittels Adoptionen schon bald Gang und Gäbe werden, wobei man in diesem Fall einem Kind sein Recht auf Vater und Mutter verwehrt. Oder unser Bundespräsident durch die Länder reist und mit dem Ehegatten an seiner Seite über den roten Teppich schreitet, denn die Antwort der Schwulen und ihrer Befürworter auf diese Prognosen wäre ein schlichtes Ja und? und die stete Aufforderung dieses mittelalterliche Gedankengut doch endlich aufzugeben, was eine Schande für die vermeintlich freie und zivilisierte Welt sei.

Man sollte nicht meinen, dass die Sünde immer an einer unmittelbaren Konsequenz festzumachen sei, wie ein Diebstahl oder Mord, der dem einzelnen aber auch der Gesellschaft zweifelsohne und offensichtlich schadet. In der Anbetung einer Statue ist zunächst ein unmittelbares Übel sowohl für das Individuum als auch für eine Gemeinschaft nicht erkennbar. Der Mensch hat vergessen oder noch nicht erkannt, dass er nicht nur in einem Verhältnis zu seinen Artgenossen steht, sondern vor allen Dinge in einer realen Beziehung zu seinem Schöpfer, die bei weitem schwerer wiegt als die erstere. Lautet denn nicht das erste Gebot Du sollst keine Götter haben neben Gott, um dann erst von den Verboten von Mord, Ehebruch und Lüge gefolgt zu werden? Gott ist das Fundament und der Grund unserer Existenz, denn Er hat uns und das Universum geschaffen und Seinen Geschöpfen das Wissen von Richtig und Falsch in die Wiege gelegt und durch seine Bücher und Gesandten bestätigen lassen, und Er ist auch derjenige, Der unsere Taten am Ende beurteilt. Und jeder, der diese Tatsache leugnet, muss es ertragen, als Ungläubiger bezeichnet zu werden.

Oh ihr, die ihr euch Christen und Juden nennt, liest eure Bücher, das Fundament eurer Kultur und Zivilisation und erst recht eures Glaubens, denn ihr habt keine Kenntnis mehr davon und die Säulen eurer Gesellschaft drohen einzustürzen. Beschuldigt uns nicht der Intoleranz und Härte. War es nicht unser und euer Gott, der eine Stadt, deren Bewohner eine Sünde begingen, die kein Volk bis dahin begangen hat, dem Erdboden gleich gemacht hat. Liest das alte Testament:

Sie hatten sich noch nicht zur Ruhe begeben, als schon die Männer der Stadt, jung und alt, das ganze Volk bis auf den letzten Mann, das Haus umringten. Sie riefen Lot und sagten zu ihm: „Wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Bringt sie zu uns heraus, damit wir sie erkennen (d. h. sexuellen Verkehr mit ihnen haben)!“ Da ging Lot zu ihnen hinaus vor den Eingang, während er die Tür hinter sich schloss und sprach: „Meine Brüder, begeht doch nicht einen solchen Frevel! Da habe ich noch zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt haben. Diese will ich zu euch herausbringen, und tut mit ihnen was euch beliebt. Diesen Männern aber dürft ihr nichts tun; denn sie haben sich unter den Schatten meines Daches begeben.“ Sie aber schrieen: „Fort mit dir! Ist da einer als Fremdling hierher gekommen und will schon den Richter spielen! Dir wollen wir noch Schlimmeres antun als jenen. “ Und sie drangen ungestüm auf den Mann, auf Lot ein, und waren schon nahe daran, die Tür aufzubrechen. Da streckten die Männer ihre Hand aus und zogen Lot zu sich in das Haus und schlossen die Tür ab. Die Leute vor der Haustür aber schlugen sie mit Blindheit, klein und groß, dass sie sich vergeblich bemühten, den Eingang zu finden. Hierauf sprachen die Männer zu Lot: „Hast du noch jemand hier, Söhne und Töchter, und wer sonst noch in der Stadt zu dir gehört, so führe sie aus dem Ort hinweg. Denn wir werden diesen Ort zerstören, weil die Klage wider sie vor Jahwe groß geworden ist (vgl. Kap. 18, Vers 20: Die Klage über Sodom und Gomorra hat sich gehäuft, und ihre Sünde, sie ist sehr schwer.) und Jahwe uns entsandt hat, sie zu verderben.“[2]

Und den Talmud: Du darfst mit einem Manne keinen geschlechtlichen Umgang haben wie mit einer Frau; es wäre ein Gräuel. [3]

Wenn ein Mann sich mit einem anderen Mann wie mit einer Frau vergeht, haben beide Schändliches begangen. Sie sollen mit dem Tode bestraft werden; es lastet Blutschuld auf ihnen.[4]

Und steht im neuen Testament nicht folgendes: Gottes Zorn enthüllt sich vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die Wahrheit in Ungerechtigkeit niederhalten. Ist doch, was sich von Gott erkennen lässt, in ihnen offenbar; Gott selbst hat es ihnen kundgetan. Denn sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und Göttlichkeit sind seit der Erschaffung der Welt an seinen Werken durch die Vernunft zu erkennen. Sie sind darum nicht zu entschuldigen, weil sie trotz ihrer Erkenntnis Gottes ihn nicht als Gott verherrlichten und ihm nicht dankten, sondern sie verfielen in ihren Gedanken auf Nichtigkeiten, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie rühmten sich, weise zu sein, und sind zu Toren geworden. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit dem Abbild der Gestalt von vergänglichen Menschen, von Vögeln, Vierfüßlern und Gewürm. Darum überließ sie Gott der Unreinheit, nach der ihr Herz gelüstete, so dass sie gegenseitig ihre Leiber schändeten, sie welche die Wahrheit Gottes gegen die Lüste eingetauscht hatten und nun dem Geschöpf Verehrung und Anbetung erwiesen anstatt dem Schöpfer, der hochgelobt ist in Ewigkeit. Amen! Deshalb überließ sie Gott den schimpflichsten Leidenschaften. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen. Ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer Begierde gegeneinander: Männer trieben mit Männern Unzucht und empfingen so den gebührenden Lohn für ihre Verirrung. Weil sie es verwarfen, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, überließ sie Gott einer verworfenen Gesinnung, so dass sie taten, was sich nicht geziemt, und nun angefüllt sind von jedweder Ungerechtigkeit, Bosheit, Habgier, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mordlust, Streitsucht, Hinterlist, Niederträchtigkeit. Sie sind Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Frevler, Stolze, Prahler, erfinderisch im Bösen, unbotmäßig gegen die Eltern, unverständig, treulos, lieblos, erbarmungslos.[5]

Wenn wir der Diskriminierung bezichtigt werden, dann ist Gott der erste, der diskriminiert und sogar bestraft, es sei denn der Herr hat auch die Aufklärung hinter sich und begreift langsam das wahre Wesen des Menschen – Gott bewahre uns vor solch niederen Gedanken. So absurd es auch klingen mag, aber das könnte einer der Gründe sein, warum die Gesellschaft heute die Homosexualität nicht mehr verurteilt. Andere dafür wären, dass sie entweder die Wahrhaftigkeit ihrer Bücher, die deutlich diesen Akt verurteilen, anzweifeln oder gar ihren Glauben leugnen, andernfalls müssten sie diese Tatsache akzeptieren. Und scheinbar reicht es einfach, nur zu behaupten, man sei intolerant gegenüber dieser Minderheit, und man würde mit einem Verbot ihre persönlichen Freiheiten einschränken. Würde das nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass jegliche Minderheit ein Recht auf Toleranz und Bestand hätte, selbst wenn es sich dabei um die Gruppe der Kokskonsumenten handelt? Und geht die Entfaltung der persönlichen Freiheit so weit, dass ich in meinem Heim machen kann, was ich möchte, selbst wenn ich Inzest betreibe? Nein natürlich nicht, ein Verhältnis mit seiner eigenen Tochter zu haben ist nicht nur verboten, sondern sogar pervers. Dies kann man ohne beschuldigt zu werden frei heraussagen. Aber wie lange noch? Vielleicht kommt eines Tages jemand und versucht diese Neigung wissenschaftlich zu erklären und findet sogar in der Tierwelt Unterstützung für seine These. Und übertrieben ist dieses Beispiel wahrlich nicht, denn vor zwanzig Jahren, hätte ich mich auf den Marktplatz stellen und frei herausschreien können, dass Homosexualität eine Krankheit sei, doch heute würde man mich dafür vors Gericht bringen. Behaupte ich heute jedoch im Geheimen oder Offenen, ich würde zum Inzest neigen und jedes Verbot schränke meine persönliche Freiheit ein und unterdrücke meine gottgegebene Natur, wäre ich ein Fall für den Richter oder Psychiater. Aber wer weiß, in zwanzig Jahren sieht die Realität vielleicht etwas anders aus und erste Forderungen liebender Väter nach mehr Toleranz kommen langsam ans Tageslicht. Und ist es erst einmal so weit, gibt es in unserer Gesellschaft kein Halten mehr, andernfalls wäre es ein Rückschritt ins Mittelalter, wie man so schön und immer wieder gerne sagt, vor allen Dingen dann, wenn der Geist einer gesunden Argumentation nicht mehr folgen mag.

Wir Muslime glauben an unseren Schöpfer, zweifeln keine Seiner erhabenen Eigenschaften an, folgen ohne Einschränkungen und Bedingungen seinen Geboten und Verboten. Das Erschaffene kann niemals klüger sein als sein Schöpfer. Wir lesen Sein Buch und leben Sein Wort und betrachten es als Sünde, seine Forderungen zu missachten oder sie in Frage zu stellen. Und wir wissen und sagen offen, dass Homosexualität eine große Sünde ist, denn wenn Allah sie verurteilt, können und dürfen wir sie erst recht nicht tolerieren. Und Allah t’ala sagt im erhabenen Qur’an:

Und (Wir sandten) Lot, als er zu seinem Volk sagte: „ Wollt ihr denn das Abscheuliche begehen, wie es vor euch niemand von den Weltenbewohnern begangen hat? Ihr lasst euch doch wahrlich in Begierde mit den Männern ein anstatt mit den Frauen. Aber nein! Ihr seid maßlose Leute. “ Die Antwort seines Volkes war nur, dass sie sagten: „ Vertreibt sie aus eurer Stadt! Das sind Menschen, die sich rein halten. “ Da retteten Wir ihn und seine Angehörigen außer seiner Frau; Sie gehörte zu denjenigen, die zurückblieben. Und wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war! [6]

 

[1] Spiegel-Online, 5. Januar 2006

[2] Genesis 19,4-13

[3] Leviticus 18, 22

[4] Leviticus 20, 13

[5] Römer 1,18-27

[6] Quran, al-Araf, 80-84


Hollywood – Araberfreundlich?


Was ist nun der richtige Islam?

Allah (3)In diesen Tagen ist es nicht ein Leichtes, über den Islam zu schreiben, da jedes Bemühen, den wahren Kern dieser Weltreligion zu illustrieren, mit Gräueltaten aus der Ferne mit einem Schlag und größter Leichtigkeit zu Nichte gemacht wird. Wir mögen reden und schreiben und uns um die Wahrheit bemühen, aber ein bewegtes Bild oder ein Satz aus dem Munde des Nachrichtenüberbringers reicht, um das Gerüst, das in seiner Festigkeit immer mehr einem Kartehaus gleicht, in sich zusammenfallen zu lassen. Die Schwierigkeit beim Wiederaufbau jedoch liegt nicht allein in der Tatsache, dass man stets wieder von Null anfangen muss, sondern der Grund auf dem man baut, immer wackeliger zu seien scheint. Das Glas der Unwissenheit über den Islam wurde von anderen gefüllt als von denen, die ihn leben und daher am besten kennen.

Bei all dieser globalen Manipulation und der gewaltigen medialen Gleichschaltung ist es weniger beruhigend als vielmehr eine Hoffnung, dass es noch Menschen gibt – und ihre Zahl scheint zu steigen – die den Mainstream-Medien keinen Glauben mehr schenken, weil ihre Lügen und ihre Bereitschaft, die Bürger zu manipulieren, zu offensichtlich geworden sind. Und natürlich gibt es noch genügend Individuen und Freidenker in diesem Land, denen bewusst ist, dass man Unrecht, das im Namen des Islam begangen wurde vom Islam selber trennen und das Übel nicht in diesem Glauben sondern in den Menschen suchen muss. Nichtsdestotrotz verlangt die Bereitschaft, über diese Religion gerecht zu urteilen, vom Einzelnen besonders in diesen Tagen einiges ab, denn der Grad zwischen Terror und Islam scheint stetig enger und die Stimmen, dass das Übel letztlich doch im Islam liegt, immer lauter zu werden. Es war einst ein Einfaches, die Trennlinie zwischen Islam und Al-Qaida zu setzen, nun jedoch etwas schwieriger und komplexer zwischen dem vermeintlichen Ismus der Salafisten und dem Islam, zumal fälschlicherweise heutzutage jeder Salafist ein potenzieller Unterstützer der IS zu sein scheint und somit eine Gefahr für den Frieden, wobei seine Erkennungszeichen tragischerweise inzwischen mehr äußerer Natur sind, die immer schon den Nährboden für rassistische Umtriebe bildeten.

Es kostet einiges an Kraft und Mühe, diese Religion zu verteidigen und ihr Bild immer wieder aufs Neue gerade zu rücken, zumal eins dem Normalsterblichen klar geworden ist: den Wettlauf gegen die Medien wird man nicht gewinnen, sowenig wie man einer atomaren Macht mit dem Knüppel drohen vermag. Doch der Gerechtigkeit und Wahrheit zu Liebe ist es alle Kraft und Mühe Wert, nach jedem Niederschlag aufzustehen, weil man weiß und nahezu täglich bezeugt, dass dem Islam Unrecht widerfährt. Ohne weitere Statistiken herbeiholen zu müssen, kann man sich schon denken, dass sie von allen anderen Religionen die meist gefürchtete ist.

Die Medien besitzen nicht nur die Fähigkeit, die Menschen in die Irre zu leiten, sondern sie tun dies vorsätzlich[i], um den Interessen ihrer Herren zu dienen, derer wiederum nicht im Wohle des kleinen Mannes oder des Unterdrückten liegen, sondern einzig und allein in ihrem Hunger nach Macht und Rohstoffen, ohne den ihr verlogenes System nicht einen Tag länger überleben würde. Die Medien zeigen – wenn überhaupt – stets einen Teil der Wahrheit und blenden das Gesamtbild gänzlich aus. Sie zeigen uns immerfort den Huf eines Tieres und behaupten, dass es sich hierbei um einen Esel handelt, ohne ihn jemals als Ganzes gezeigt zu haben. Wenn sich aber jeder die Mühe machen würde, das komplette Bild aufzudecken, würde er erkennen, dass es in Wahrheit ein Pferd ist, dem Esel ähnlich und doch völlig verschieden.

Niemand behauptet, dass jeder Muslim fehlerfrei und unschuldig sei, zumal die Muslime selber oft genug unter der Dummheit und Verirrung ihrer Glaubensbrüder und -schwestern zu leiden haben. Aber man sollte doch mehr als nur am Rande bemerken, dass diese Religion schon über 1400 Jahre besteht, und ihre Geschichte von kultureller und wissenschaftlicher Prosperität zeugt, denkt man allein an die 800jährige Geschichte des islamischen Andalusien, das zu seiner Zeit die größte Bibliothek der Welt besaß, und Studenten und Gelehrte aus allen Richtungen und jeden Glaubens in das Land strömten, um von diesem Wissen aber auch jener fortschrittlichen Zivilisation in jeder Hinsicht zu profitieren. Ihre Toleranz gegenüber anderen Nationen und Religionen war und ist ein Merkmal des gelebten Islam, auch wenn es hier und da durchaus Ausfälle gab. Aber dies waren Momentaufnahmen und nur als solche sollte man sie betrachten, wie man auch heute Verfehlungen und Unrecht, die im Namen des Islam geschehen, als diese beurteilen sollte, wobei in diesen Tagen es durchaus Wert ist, die Authentizität einer Nachricht stets zu überprüfen.

Der Islam wird weder von ein oder zwei Personen getragen, noch von einer Gruppe hier oder dort, sondern von weit über einer Milliarde Anhängern dieses Glaubens mit Tausenden von Gelehrten weltweit. Aber selbst da haben es die Medien geschafft ihr Gift zu injizieren, denn welche Bilder kommen hoch, wenn man an islamische Länder denkt? Grölende und randalierende Mobs, die hysterisch schreiend durch die Straßen rennen und johlend auf brennenden Fahnen tanzen. Wenn die Menschen im Morgenland nur Bilder von Hooligans im Fernsehen sehen würden, die sich in wöchentlicher Regelmäßigkeit gegenseitig die Köpfe einschlagen, betrunken und randalierend ganze Stadtzentren belagern und Staatsdiener angreifen, deren Einsätze übrigens von den Steuerzahlern getragen werden, dann hätten die Menschen dort durchaus auch eine andere Meinung vom so fortschrittlichen und gesitteten Abendland.

Egal was wir sagen, oder die anderen behaupten, was manche tun und andere wollen, der Islam ist doch kein Kartenhaus, sondern die Religion des einen Gottes und sie wird die Welt überdauern, ob die Menschen wollen oder nicht. Aus diesem Grund ist es am Ende nicht unsere Aufgabe, den Islam zu retten oder zu schützen, sondern die Wahrheit zu sprechen. Und wer sie hören möchte, möge sie hören und wer sich weigern möchte, möge sich weigern, und niemand ist verantwortlich für die Gedanken und Taten anderer, außer derjenige, der sie trägt und begeht.

Was also ist der Islam, nachdem neuerdings immer wieder gefragt wird? Die Antwort  ist einfach und nicht die meine, sondern die unseres Gesandten, Friede und Segen auf ihm, die in einem authentischen Hadith[ii] überliefert wird, indem er selber unter anderem über den Islam befragt wurde:

‚Umar ibn al-Khattab berichtete: „Einst, als wir bei dem Gesandten Allahs, Friede und Segen auf ihm, saßen, erschien plötzlich ein Mann, dessen Kleidung strahlend weiß und dessen Haar tief schwarz war, und der kein Anzeichen einer Reise an sich hatte, und den niemand von uns kannte. Er setzte sich neben den Propheten, Friede und Segen auf ihm, wobei seine Knie die des Propheten berührten. Die Hände auf seine Oberschenkel legend sagte er. „Oh Muhammad! Kläre mich auf, was wirklich Islam ist.“ Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Islam‘ ist, dass du bezeugen sollst, dass es keinen Gott außer Allah allein gibt und dass Muhammad sein Gesandter ist, und dass du das Gebet verrichtest, die Zakat zahlst, das Fasten während des Monats Ramadan beachtest und die Pilgerfahrt zum Hause Allahs durchfuhrst, wenn du dazu in der Lage bist.“ Der Mann sagte: „Das ist richtig!“ Und wir waren erstaunt, dass er ihn fragte und sogleich die Richtigkeit der Antwort bestätigte.

Dann sagte er: „Erzähle mir vom Glauben!“ Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Du sollst glauben an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Propheten, an den Jüngsten Tag, und du sollst glauben, dass Er das Schicksal bestimmt, sei es gut oder schlecht.“ Der Mann sagte: „Das ist richtig! Jetzt erzähle mir vom rechten Tun.“ Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Du sollst Allah anbeten, als ob du ihn siehst, und wenn du ihn auch nicht siehst, so bedenke, dass Er dich beobachtet.“ Der Mann sagte: „Nun erzähle mir vom Jüngsten Tag.“ Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Davon weiß der Gefragte nicht mehr als der Fragende.“ Der Mann sagte dann: „Nun, so lass mich einige der Zeichen des Jüngsten Tages wissen.“ Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Dass die Dienerin ihren Herrn gebärt und dass barfüßige, nackte, mittellose Schafhirten Bauten in die Höhe ziehen.“ Dann verabschiedete sich der Mann, und ich blieb noch geraume Zeit dort. Schließlich sagte der Prophet, Friede und Segen auf ihm, zu mir: „Oh Umar, weißt du, wer dieser Fragesteller war?“ Ich antwortete: „Allah und Sein Gesandter wissen es am besten!“ Da sagte er: „Es war Gabriel, der kam, um euch zu unterweisen und euch eure Religion zu lehren.“

Der Islam ist demnach das gesprochene Glaubensbekenntnis, dass es nichts und niemanden gibt, der anbetungswürdiger ist außer Allah, der Eine Gott und dass Mohammad sein letzter Gesandter in der Reihe aller Gesandten und Propheten ist.

Das Verrichten des Gebets, das zugleich eine Form des Gedenkens und der Dankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer und Versorger ist, wobei sich täglich fünf mal vor seinem Herren zu verbeugen und niederzuwerfen, niemals im Verhältnis zu Seinen Wohltaten an uns stehen kann.

Die Armensteuer, die auch nur zu diesem Zweck verwendet werden darf. Im Islam gibt es keine andere Steuer als diese und der Satz beträgt 2,5% des ganzen Vermögens jährlich, das übrigens um einiges gerechter zu seien scheint als viele Steuergesetze anderer Länder.

Das Fasten im Monat Ramadan, in dem der Gläubige immer wieder aufs Neue daran erinnert wird, wie schwach und mittellos der Mensch ohne die Gnade Gottes eigentlich ist und welche Bedeutung allein sauberes Trinkwasser hat, wofür er seinem Schöpfer nicht genug danken kann, zumal der Mensch nach vielen anderen Dingen trachtet und strebt, die Wesentlichen jedoch schon lange nicht mehr wertschätzt und sie für selbstverständlich hält.

Und als Letztes die Pilgerfahrt nach Mekka, zum ersten Gebetshaus auf Erden, das durch die Hand Abrahams und seines Sohnes Ismael, Friede auf ihnen beiden, errichtet wurde, vorausgesetzt man ist körperlich und finanziell in der Lage, diese Reise auf sich zu nehmen.

Das ist der Islam, und jeder, der diese Taten mit in sein Grab nimmt, kann am Tage des Jüngsten Gerichts mit der Gnade und ewigen Belohnung seines Allbarmherzigen Schöpfers rechnen.

[i] http://gloria.tv/media/tn9ThSTT1xb

[ii] http://de.wikipedia.org/wiki/Hadith