Zeichen der Zeit – aus der Geschichte lernen

auslandsmarkterschliessung-fuer-kmu,property=bild,bereich=bmwi2012,sprache=de,width=280,height=210

Aus der Entfernung sieht man klarer – diese Lektion lernte ich am Anfang meiner Schulzeit, als ich nach Vorne gerufen wurde, um eine Rechenaufgabe zu lösen. Erst dann habe ich begriffen, warum meine Mitschüler an der Tafel Schwierigkeiten hatten, die einfachsten  Aufgaben zu berechnen, während ich das Resultat nach kurzem Blick aus der Ferne bereits auf der Zunge hatte. Die beste Erklärung, die ich damals für diese Blockade vorbringen konnte, war dir Nervosität, vor der Klasse, die im Kollektiv wahrlich barbarische Zügen annehmen konnte, zu versagen.

Im Nachhinein wurde mir klar, dass es nicht allein die Angst vor dem Versagen und der Schmach war, die einen den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen lässt, sondern vielmehr das Fehlen des Gesamtbilds: man verliert buchstäblich den Überblick. Satt das Ganze erkennt man nun lediglich Bruchstücke, die wieder zur einer Einheit zusammengefügt werden möchten, was gewisse Qualitäten vom Einzelnen abverlangt. Er muss die Fähigkeit besitzen, die einzelnen Teile gedanklich richtig einordnen und zu dem einen Ganzen zusammenfügen zu können, und dies vermag er nur, wenn er das Gesamtbild nicht allein kennt, sondern vor allem das Prinzip verstanden hat.

Um die Gegenwart zu verstehen, muss man die Vergangenheit verstehen – wie manch ein Historiker sagt. Es ist das gleiche Prinzip wie oben beschrieben. Die Gegenwart spielt sich vor unseren Augen ab, doch oft begreifen wir sie nicht und nehmen die Zeichen der Zeit nicht wahr. Erst wenn wir aus einem gewissen Abstand zurückblicken, verfliegt der Nebel vor unseren Augen und wir sehen klar. Für Konsequenzen jedoch ist es dann meistens zu spät und achselzuckend beruhigen wir unser Gewissen mit Floskeln: im nachhinein ist man immer schlauer, wir wussten es nicht oder wir wurden angelogen. Von den überlebenden Deutschen des Dritten Reiches wird jene Ausrede nicht akzeptiert, obwohl sie jeden Grund gehabt hätten, sich damit zu rechtfertigen, außer Hitlers Propaganda keinen Zugang zur neutralen Presse gehabt zu haben, die damals in der Tat nur ausser Landes zu finden war. Man hat jedoch von ihnen nicht erwartet, die Wahrheit in Rundfunk und Presse zu suchen, sondern lediglich die Augen zu öffnen und sich nicht abzuwenden, zumal aus unserer heutigen Sicht das Böse zu offensichtlich war, um es nicht erkannt haben zu können.  Heute verlässt kein Schüler die Lehranstalt, ohne vom Holocaust gehört zu haben. Gibt es einen anderen Grund Geschichte zu lehren und zu lernen als aus ihr die richtigen Schlüsse zu ziehen, um sie sowohl auf unsere Gegenwart als auch Zukunft anzuwenden, um die selben Fehler nicht zu wiederholen und richtig zu handeln?

Ein anderer Weg die Gegenwart richtig deuten zu können, ist sich einen Schritt von der Tafel zu entfernen, um besser sehen und somit verstehen zu können. Vielleicht das herausstechende Merkmal unserer heutigen Welt ist die Informationsflut, die auf die Gesellschaft und den Einzelnen buchstäblich niederprasselt.  Es gab auch mal eine Zeit, in der man aus dem Haus musste, um zu erfahren, was um einen herum geschieht. Heute kommen Neuigkeiten zu uns, an jeden Ort und zur jeder Zeit, ob man will oder nicht, es sei denn man kappt die Leine bzw. verlässt den Stand-by-Modus. Man wird regelrecht von dieser Flut an Informationen erdrückt und die Sicht wird nicht unbedingt besser. Es bedarf schon des Blickes über den Tellerrand, um die Wahrheit zu finden, doch dies erfordert neben der richtigen und unvoreingenommenen Positionierung Zeit und Mühe. Und wer glaubt, die Wahrheit bei Springer und Co. finden zu können, der kann sich die Mühe sparen und ruhig in seinem Sessel zurücklehnen. Er sollte aber Wissen, dass die Wahrheit aus dem Munde eines Lügners nie der Wahrheit willen heraustritt, sondern rein aus Interesse materieller Natur. Zeitungen wie Bild und Die Welt wurden nach dem 2. Weltkrieg von den Siegermächten gegründet, nur ein Schelm der Böses dabei denkt?

Wo also die Wahrheit suchen? Zu verstehen, wo man sie nicht suchen sollte, ist der erste und richtungsgebende Schritt auf dieser Reise. Und wer kann uns das sagen? Die Geschichte lehrt es und die Erfahrung soll uns daran hindern, in das selbe Loch zweimal hineinzufallen. Vor allem die Ereignisse des 11. September 2001 haben die Mainstream-Medien enttarnt, indem sie dem Wolf sein Schafspelz entrissen haben – für den, der es sehen wollte. Ohne die Gleichschaltung von Funk und Presse, wäre die Bereitschaft der Völker in neue Kriege zu ziehen nie gegeben. Es handelte sich um den vielleicht vermeintlich größten Terroranschlag unserer Geschichte, und wie verhielten sich die Medien? Recherche? Fehlanzeige. Hinterfragung? Fehlanzeige? Aufklärung? Fehlanzeige. Aufarbeitung nach den Lügen? Fehlanzeige. Verurteilung der Lügner und ihrer Schergen? Fehlanzeige. Im Hinblick auf die Größe dieses Ereignisses und insbesondere ihrer Folgenschwere, ist dieses Verhalten umso skandalöser. Um den schweizer Historiker Dr. Ganser bezüglich der auffälligen Zurückhaltung der Medien zu zitieren: Heutzutage wird jedes Tor in einem Fußballspiel ausgiebig kommentiert, akribisch analysiert und aus verschiedensten Perspektiven immer wieder gezeigt. Vergleichen sie das nun mit dem 11. September, dem größten Terroranschlag unserer jüngsten Geschichte. Dies war aber nicht der einzige Krieg, den die USA seit dem Ende des 2. Weltkrieges unter falschem Vorwand geführt hat, angefangen von Vietnam bis zum Irak oder sollen wir sagen Ukraine? Und nur die Geschichte hat uns gezeigt, dass jeder einzelne Konflikt auf Grund von falschen Tatsachen in Form von False Flag Operations begonnen wurden. Und wieder waren es nicht die Medien, die versucht haben, den Tod Unschuldiger zu verhindern, vielmehr haben sie grenz übergreifend stets den Weg für Amerikas Kriegsmaschinerie vasallengetreu geebnet.

Und wieder einmal befindet sich die Welt am Rande eines Krieges, der aber diesmal weitaus verheerender sein könnte als alles zuvor gesehene. Und wieder sind es die Medien, die den Mächtigen in die Bresche springen und polarisieren indem sie die Welt unter gut und böse neu aufteilen. Die fehlende Sympathie gegenüber bestimmten Ideologien, Religionen, Gruppierungen, Sekten oder gar Nationen sollte uns nicht davon abhalten, mit all unseren Mitteln und Möglichkeiten nach der Wahrheit zu suchen, um stets gerecht im Urteil zu bleiben, wobei die Verhältnismäßigkeit einer Tat immer auch eine tragende Rolle spielen muss. Es scheint jedoch, als würden wir doch wieder in das selbe Loch fallen, indem wir unser Urteilsvermögen gegen ein paar Videos, die uns immer wieder gezeigt werden, eingetauscht haben und das Infragestellen schlicht und ergreifend für einen großen Teil der Gesellschaft keine Rolle mehr spielt. Das Vorhandensein jener Beeinflussungsmechanismen, die rückblickend seit jeher ein beliebtes Mittel der Mächtigen war, ist nicht das, was mich persönlich erschauern lässt, sondern vielmehr unsere Apathie und Gleichgültigkeit gegenüber den wirklich wichtigen Dingen, die um uns herum geschehen und den Entscheidungen, die über unseren Köpfen hinweg beschlossen werden. Es scheint, als wären wir politisch abgestumpft. Es ist nicht lange her, als meine Generation in den neunziger Jahren gegen den ersten Golfkrieg auf die Strasse gegangen ist und gegen einen Krieg für Öl protestiert hat. Abgesehen davon, dass jene Demonstrationen die USA nicht davon abgehalten hat, den Irak anzugreifen, war doch ein großer Teil der Bevölkerung über die Vorgehensweise der Amerikaner bestürzt und der eine oder andere hatte zumindest eine Ahnung, worum es in diesem Konflikt wirklich ging. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Stimmen des Protests immer leiser und auch in ihrer Anzahl stetig weniger. Inzwischen wissen wir schon gar nicht mehr, wo der Westen überall einmarschiert ist und vor allen Dingen nicht wirklich warum. Erstaunlicherweise geschieht all das nicht im Verborgenen, sondern spielt sich vor unseren Augen ab und wir lassen es gewähren und geschehen. Und auf welcher Grundlage? Ein zwei Videos von Gräueltaten an Unschuldigen reichen inzwischen aus, um Kriegsmaschinerien unter der Zustimmung des Volkes in Gang zu setzen. Ob jene Bilder jedoch authentisch sind, spielt inzwischen nicht einmal sekundär eine Rolle. Und stellt sich Jahre später heraus, dass es Fakes waren, sagen die Verantwortlichen: Upps….Und was sagen wir: Verbrecher. Sitzen die Verbrecher hinter Gittern? Nein, die sitzen auf den selben Stühlen der Macht nur mit anderen Gesichtern. Macht uns das misstrauisch? Möge sich jeder selbst diese Frage beantworten.

Jetzt begreifen wir, was Freund und Feind im Kampf gegen Terror vor knapp 1000 Jahren vereint hat und ganz Europa in Wallung brachte. Es war vor allen Dingen ein Mann und eine Rede, die in die Herzen der Menschen die zuvor nicht dagewesen Bereitschaft entfesselte, die Waffen gegen einen bestimmten Feind zu richten. Papst Urban II. konnte nicht auf Youtube Filmchen zurückgreifen, sondern musste noch persönlich von den Barbaren im fernen Osten berichten, die die heiligen Stätten entweihten und Christen schlachteten. Was danach folgte, ist nun jedem bekannt mit dem Fazit, dass allein auf Grund von Lügen eines der größten Kriege in der Geschichte der Menschheit entfacht wurde. Und dies konnte nur geschehen, indem man das Volk glauben ließ, nicht gegen Menschen sondern Barbaren, Monster oder nennen wir es heute Terroristen zu kämpfen.

Auch heute blicken wir in den Osten und sehen den Feind, der keine Chance auf Anhörung verdient. Es gilt, das Übel zu bekämpfen und auszumerzen, denn wir töten nicht Menschen sondern Terroristen, die uns am liebsten essen würden, wenn sie nur Gelegenheit dazu hätten. Ich bin nicht naiv zu glauben, dass Unrecht nicht innerhalb jeder Religion, Ideologie, Klasse oder Rasse geschehen kann, nichtsdestotrotz muss die Wahrheit oberste Priorität sein und Gerechtigkeit die Oberhand über Interessen haben.  Mir ist auch bewusst, dass gerade in unserer Zeit der Einzelne ohne das mächtigste Werkzeug Medium an seiner Seite nicht viel ausrichten kann, jedes Individuum hat jedoch im mindesten Fall eine moralische Verantwortung seinem Gewissen gegenüber und seiner Welt um ihn herum.

Heute klassifizieren wir die Menschen des Dritten Reichs nicht nach ihrer Bildung und ihrem Wohlstand, den sie zu jener Zeit genossen, sondern auf Grund ihrer Taten und Einstellung gegenüber jenem mörderischem Regime. Auch wir werden eines Tages nach unserer Haltung und den Taten gefragt, so sollte sich niemand die Gelegenheit hier und jetzt entgehen lassen, sich an die richtige Seite zu stellen, bevor es wieder zu spät ist und die Frage in den Raum gestellt wird: Wie konnte das passieren?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: